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Dienstag, 07. September 2010 |
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 The Tournament Inhalt:
Der brutalste Wettkampf der Welt hatte bisher nur eine Regel: Töte, bis du der einzige Überlebende bist. Doch diesmal wurden die Bedingungen des Spiels, zu dem 30 der besten internationalen Auftragskiller alle sieben Jahre antreten, verschärft: Es gibt ein Zeitlimit von 24 Stunden.
Sollten dann mehr als ein Teilnehmer am Leben sein, werden ihre implantierten Ortungssender zu Bomben. Schließlich hat der exklusive Millionärsclub, der die einzigartige LiveÜbertragung des Blutbades zu sehen bekommt und hohe Wetten platziert, nicht ewig Zeit.
Willkommen zum Battle Royale der Killer – 10 Millionen Dollar Preisgeld sowie der Rang des weltbesten Profi-Killers werden vergeben.
Willkommen zur brutalsten Show der Welt!
(Quelle: Covertext)
Bild:
Der anamorphe Transfer zeigt natürliche, teils kräftige Farben und einen ausgewogenen Kontrast mit gutem Schwarzwert. Somit gibt es viele Details, die nicht verschluckt werden und szenenweise einen Hauch von Plastizität. Dem entgegen stehen allerdings ein durchgängig vorhandenes, leicht unruhiges Rauschen und die gerade in Totalen etwas weiche Gesamtabstimmung. Die Detailschärfe hingegen überzeugt meist und auch Kanten sind in der Regel ohne Beanstandung. Die Kompression arbeitet unauffällig und Artefakte haben Seltenheitswert.
Wertung Bild: gut (-)
Ton:
THE TOURNAMENT ist in erster Linie ein Actionfilm und bietet als solcher durch die vielen Shoot-Outs und Kämpfe reichlich Gelegenheit für voluminöses Boxenfutter. Leider werden die Möglichkeiten aber hinsichtlich Direktionalität und Differenzierung nicht voll genutzt. Auf der Front sind die Signale wesentlich ortbarer platziert als hinten im Hörraum. Neben den "Action-Effekten" ist die Musik als räumlicher Bestandteil zu nennen. Alles wird von einem sanften Basseinsatz unterstützt, der nie übertrieben wird. Bei Explosionen fehlt es allerdings dadurch auch etwas an Druck. Die Stimmen sind stets klar zu verstehen, Kulissengeräusche verirren sich nur selten auf die Rears.
Wertung Ton: gut (-)
Ausstattung/Extras:
Den Anfang macht der rasant geschnittene Originaltrailer (02:06 Minuten), gefolgt con elfeinhalb Minuten zusammen geschnipselter Statements, die als Interviews deklariert werden. Immerhin erfährt von den Interviewten über deren gespielte Charaktere und wie die Dreharbeiten so liefen. So richtig viel an Information kommt da dennoch nicht rüber. Beim Dreh zeigt rund neun Minuten Szenen vom Set und teils wie Effekte und Stunts entstanden – wenigstens da gibt es einen oberflächlichen, kurzen Einblick in die Entstehung. Und schon sind wir bei der Trailershow, die das Bonusmaterial mit nicht filmbezogenen Vorschauen beschließt. Vielleicht noch erwähnenswert: Die Kauffassung umgibt noch ein schmucker Hochglanzschuber (zumindest in der Erstausgabe).
Wertung Ausstattung/Extras: ausreichend (-)
Fazit:
Filme wie THE TOURNAMENT gab es schon zuhauf. Entweder man mag sie oder eben nicht. Durch den äußerst schlichten Storyverlauf und von ultrabrutaler, überzogener Gewalt durchtränkt polarisieren diese Filme ähnlich stark wie das Subgenre der Rache-Movies. Sie alle reduzieren den Menschen auf ein, zwei simple Lebensformeln: Töte um zu Überleben und töte um reich zu werden!
Nun, glücklicherweise hat das Leben für die meisten Menschen noch mehr zu bieten und so fallen diese Filme auch eher in den Bereich "Unterhaltung" als in das Doku-Fach, doch ganz von der Hand weisen lassen sich die moralischen Anspielungen auf das Sozialverhalten des Menschen auch wieder nicht!
Wie dem auch sei, THE TOURNAMENT gehört sicher nur zu der Kategorie Film, die sein Publikum mit der ungeschönten Gewaltdarstellung, die schon fast karikiert und comichaft wirkt, zu unterhalten will – und dies ohne Wenn und Aber! Ähnlich stark wie diese Art Filme polarisiert auch die FSK bzw. der Verleih, die diesem Streifen praktisch jegliche Zähne zogen, wohl mit der Begründung den mündigen Bürger vor unnötiger Gewaltdarstellung und zu viel nackter Haut zu schützen! Nahezu jede Kampfszene wurde seiner eindeutigen Gore-Inhalte entledigt, einige – wie etwa der Crash des Roller-Killers mit einem Linienbus – fehlen gleich gänzlich, wenngleich die FSK diese Szene in den Extras und dem Originaltrailer gewähren ließ wodurch man sie zumindest angedeutet doch sehen darf.
Es ist müßig darüber zu streiten, ob die Kürzungen nun in ihrer Gänze "notwendig" sind oder ob sie nicht als "unterhaltende Kunst ohne schwere Jugendgefährdung" hätten bleiben dürfen – der Film leidet darunter jedenfalls massiv im Spaßfaktor, so makaber das auch klingen mag! Wie sagt man so schön: Wenn es weh tun soll, dann aber bitte auch richtig oder wenn gekloppt bzw. gemordet wird – und dies das Thema des Films ist - dann möchte man das auch sehen!
Wer THE TOURNAMENT also so genießen möchte wie es Regisseur Scott Mann gedreht hat, muss zu ausländischen "Rated"-Versionen des Films ohne deutschen Ton greifen, denn selbst bei den moderateren Nachbarn aus der Schweiz und Österreich gibt es den Streifen nur in einer leicht gekürzten Fassung (da fehlen ca. 50 Sekunden). Ascot Elite jedenfalls durfte nur eine um ca. 3 Minuten erleichtert Version in den Handel bringen, auch die Verleihfassung wurde um einige Bilder gekürzt (ca. 90 Sekunden).
Neben echten Schnitten wurde zudem noch viel weitere Technik bemüht. So gibt es reingeschnittene weiße Frames, die "Off-Morde" andeuten sollen, die aber keine sind, dann wurden blutige Effekte "geblurrt" (so etwa die unscharf gemachten zerhackten Finger der Leiche im Container in der 36. Minute), CGI-Blut aus dem Bild entfernt bzw. wurden unbearbeitete Bilder ohne CGI-Blut eingefügt und einige Einstellungen wurden aufgezoomt, so dass die brutalen Effekte nicht mehr so sehr als solche erkennbar sind (oft zu sehen bei Leichen, die praktisch aus dem Bildausschnitt rausgezoomt werden). Und noch seltsamer: Wir Erwachsenen dürfen in diesem Film keine nackten Brüste sehen, obwohl uns diese in den Teenie-Erotik-Klamotten à la AMERICAN PIE zuhauf auf die Augen gedrückt werden. Die Aufnahmen im Strip-Club hingegen mussten was dies angeht deutlich Federn lassen! Ganz schön viel Aufwand für einen Independentfilm, der nicht das Licht der Kinosäle erreichte und somit wohl eher einer deutlich kleineren Fangemeinde in den Videotheken zugänglich wird, die im Übrigen ja nur von volljährigen Erwachsenen aufgesucht werden dürfen…
Was man aber zu Gute halten sollte ist, dass Ascot zugunsten der Filmlogik den Film nicht allzu vieler Einstellungen beraubte, die den Film unrund laufen lassen, sondern dafür lieber Details in den harten Bildern rausgenommen oder entschärft hat!
Leider wirkt auch das Bild der DVD an sich leicht entschärft. Dies dürfte dann allerdings hoffentlich dann kein Mittel des Verleihs zur Verschleierung von Gewaltszenen sein, sondern schon in der Vorlage so vorliegen. Zwar gibt es schon noch ausreichend Details und überwiegend scharfe Kanten, doch gerade Totalen sehen immer etwas zu weich aus. Tonal gibt es ordentlich was auf die Ohren, ohne dass dies allerdings allzu differenziert passiert. Selbst beim DTS-Track gibt es viel Spielraum für mehr Details. Die Extras sind eher spärlich und wenig aussagekräftig, auch da musste wahrscheinlich aufgepasst werden, was verwendet wird, damit die Scheibe nicht wegen der Extras doch noch eine SPIO-Freigabe kassiert!
DVD-Details:
Produktionsland/-jahr: Grobritannien/ Bulgarien 2009
Laufzeit: ca. 89 Minuten (cut)
Freigabe: FSK ab 18 Jahren (großes FSK-Logo auf Schuber & Cover, Wendecover vorhanden)
Anbieter: Ascot Elite
EAN: 7613059900943
Regionalcode: 2 PAL
DVD-Format: DVD 9
Verpackung: Keep Case mit Hochglanzpappschuber
Bildformat: 1.78:1 (16:9 anamorph)
Soundformate: Deutsch in DTS 5.1, Deutsch und Englisch in DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Menüsprache: Deutsch
Extras:
- Interviews
- Beim Dreh
- Originaltrailer
- Trailershow
VÖ: Bereits erhältlich!
© MK 02/10

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