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Rezension Dienstag, 24. Januar 2017
Eine Rezension von Marcus Kampfert
Veröffentlicht am 23.11.2015

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Terminator: Genisys (Blu-ray)

Inhalt:
Neue Mission, neue Bedrohung, neues Schicksal.
Arnie hält Wort: Er kehrt mit Explosiv-Action zurück und schreibt ein neues Terminator-Kapitel. Im Kampf Mann gegen Maschine wird Sergeant Kyle Reese von dem Widerstandskämpfer John Connor ins Jahr 1984 geschickt, um dessen Mutter, Sarah Connor, zu beschützen. In einer alternativen Zeitlinie aber ist die Vergangenheit nicht mehr das, was sie einmal war, und die Zukunft der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel. Gemeinsam versuchen Reese (Jai Courtney, "Die Bestimmung – Divergent"), Sarah (Emilia Clarke, "Game of Thrones") und ihr Beschützer (Arnold Schwarzenegger), die Welt zu retten und die Entwicklung einer neuen Terminator-Generation zu verhindern: in einem absolut actiongetriebenen Reboot!
(Quelle: Pressemitteilung)


Bild:
Der digital gedrehte Film zeigt in vielen Einstellungen ein perfektes Bild. Farben, Kontraste, Schwarzwert und Schärfe sitzen in diesen Momenten perfekt und gepaart mit der hohen Laufruhe wirken die Bilder schön plastisch. Die vielen aufwendigen Acrtion-Sequenzen, aber kurioserweise auch einige Close-Ups sehen weicher aus und berauben das Bild seiner feinsten Details. Immerhin fügen sich die vielen CGI-Effekte durch das verbesserte Rendering praktisch perfekt ins Gesamtbild und klar besser ein als bei vielen anderen aktuellen Blockbustern, so dass diese nur selten Grund für die weicheren Bilder sind. Verschmutzungen und Artefakte sowie Folgen der Komprimierung sucht man indes vergebens. Nicht perfekt, aber doch "sehr gut".

Wertung Bild: sehr gut (-)


Ton:
Warum weigern sich die großen Studios eigentlich immer noch die europäischen Versionen ihrer US-Kinofilme mit HD-Sound auszustatten? Es hätte ja nicht gleich das im Original verwendete, ultramoderne Dolby Atmos sein müssen, aber deshalb gleich ein Downcoding auf das stark komprimierte DD 5.1-Format? Da hätte es doch weiß Gott viele bessere Zwischenstufen gegeben! Hat man sich als Nicht-Amerikaner dann aber mit dem komprimierten Ton abgefunden, so kann man wohl zugeben, dass es sich hier wohl um den besten DD 5.1-Mix der letzten Jahre handelt! Dem deutschen Ton etwa mangelt es am ehesten noch an Volumen und Bassdruck, wenngleich letzterer durchaus vorhanden ist. So lange man nicht zum bombastischen Original umschaltet dürften viele Zuschauer bzw. –hörer sogar zufrieden sein mit dem Mix, denn die Dynamik ist durchaus gut und der Sound wartet mit vielen direktionalen Effekten und Umgebungsgeräuschen auf. Der Score verteilt sich ebenfalls schön auf alle Boxen. Zuletzt sind auch die Stimmen stets sauber verständlich und kleben nicht am Center. Doch wie so oft offenbart das Umschalten auf den O-Ton die wahren Grenzen des Machbaren, die deutlich höher liegen, als es der deutsche Ton wiederzugeben vermag. Dynamik, Volumen, Bassdruck und auch die Differenzierung sind um ein Vielfaches höher und besser – dem O-Ton mögen wir hierfür das Prädikat "Referenz" verleihen, dem deutschen Ton bleibt dann letztlich im Gegensatz dazu nur das "Mittelmass", welches wenn man es ganz eng nimmt nicht mal mehr mit "befriedigend" übersetzt werden dürfte…!

Wertung Ton Deutsch (Dolby Digital 5.1): befriedigend
Wertung Ton Englisch (Dolby Atmos 7.1): sehr gut (+) - Referenz


Ausstattung/Extras:
Drei Featurettes werden feil geboten. In der ersten namens Familiendynamik (ca. 16 Minuten) geht es um die bekannten Figuren und deren neue Besetzung. In Infiltration und Termination (ca. 25 Minuten) werden die Drehorte New Orleans und San Francisco. New Orleans soll dabei allerdings für das 1980er "Downtown L.A." stehen! Upgrades: Die visuellen Effekte (ca.20 Minuten) schließlich behandelt – wer hätte es gedacht – die visuellen Effekte. Natürlich sind auch hier alle happy, aber dennoch gibt es auch Infos über die Entstehung einiger der wichtigen Effekte. Diese Stunde an Features ist zwar auch durchsetzt von Beweihräucherung, verliert aber nie das Wesentliche, die Information über das behandelte Produktionsthema, aus den Augen. Für einen Mega-Blockbuster zwar nicht wirklich eine Offenbarung, aber eben auch kein Desaster in Sachen Laufzeit und Inhalt. Ärgerlich ist aber das Fehlen des viel diskutierten Filmtrailers, der ja Wesentliches von der Story vorab verraten haben soll…

Wertung Ausstattung/Extras: gut (-)


Fazit:
Nun ja, was erwartet den Zuschauer beim neuen Terminator-Film…Die erste halbe Stunde überrascht, denn hier werden munter ganze Handlungsstränge der ersten beiden Terminator-Filme bis ins Letzte kopiert, um sie dann in einem Kampf zweier Versionen des T800 – der bekannten jungen Version aus 1984 (per CGI zurückgezaubert) und einer gealterten, "aktuellen" Version (Arnie heute) gipfeln zu lassen! Wie das? Nun, dafür hat die neue, jüngere und toughere Version von Sarah Connor eine Antwort parat: Eine alternative Zeitlinie. Dieser Fakt wird nicht eingehender erklärt und muss wie viele andere Änderungen fortan vom Publikum hingenommen werden, ebenso wie die Neubesetzung praktisch aller altbekannten Figuren von Sarah Connor über deren Sohn John, Kyle Reese nis hin zum flüssigen T1000. Immerhin ist Arnold Schwarzenegger in Würde gealtert (auch in seiner noch humoriger angelegten Androiden-Rolle) wieder als T800 mit von der Partie, was den Film über weite Strecken aufwertet und schon per se besser macht als den letzten, bitteren TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG. Auch die Action-Sequenzen können sich wieder sehen lassen, offenbaren aber auch, dass eben kein James Cameron im Regiesessel saß, denn trotz guter Tricktechnik können sich diese kaum von denen anderer Action-Blockbuster dieses Kinojahres absetzen! Erstaunlich gelungen sind (wieder) die CGI-Terminatoren, allen voran der junge T800, der bei der direkten Konfrontation mit seinem älteren Ich komplett aus dem Computer rekonstruiert werden musste.

Die Story bietet leider wenig Spannung, wenig Neues, aber dafür viel "Spinnertes" und viele offene Fragen und merkwürdige Twists auf, was insbesondere den Fans der ersten beide Terminator-Filme bisweilen sauer aufstösst. Wer frisch ins Franchise einsteigt wird hingegen sicherlich gut unterhalten und dürfte mit der neuen Story kaum Probleme haben.

Es bleibt wohl Geschmacksache wo man als Kenner aller Filme diesen fünften und noch nicht letzten Teil der Filmreihe im Ranking einordnet. Trotz der vielen Schwächen und Ungereimtheiten einigen sich Kritiker und Fans aber vieler Orts zumeist auf Platz 3 – nun seid ihr dran…!

Die Blu-ray bietet ein in vielen Sequenzen nahezu referenzwürdiges Bild, das dann aber auch mal Schwächen bei der Schärfe zeigt. Beim Ton fällt das deutsche Pendant in stark komprimiertem DD 5.1 gegenüber dem O-Ton in referenzwürdigem Dolby Atmos weit ab. Die Extras dürften noch umfangreicher sein, wissen aber in der gebotenen Stunde durchaus gut über die Produktion zu informieren.


Blu-ray Details:
Produktionsland/jahr: USA 2015
Laufzeit: ca. 126 Minuten
Freigabe: FSK ab 12 Jahren (großes FSK-Logo, Wendecover vorhanden)
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
EAN: 4010884258516
Region: A, B, C
Format: BD-50 GB
Codec: MPEG-4/AVC
Verpackung: Blu-ray Case
Bildformat: 2.39:1 (16:9 anamorph), 1.080/24p
Soundformate: Englisch in Dolby Atmos 7.1, Deutsch, Englisch (Hörfilmfassung), Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch jeweils in DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Menüsprachen: siehe Untertitel
Extras (alle in HD):
- Featurette "Familiendynamik"
- Featurette "Infiltration und Termination"
- Featurette "Upgrades: Die visuellen Effekte"

VÖ: 19. November 2015


© MK 11/15





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